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Ausgangspunkt ist ein Ministerium in Elberfeld zum Ende der goldenen 20er Jahre. Nach der Mühsal einer langen Arbeitswoche freuen sich die mehr oder weniger staatstragenden Beamten auf das wohlverdiente Wochenende und stürzen sich als Freizeitmenschen ins Doppelleben.

Nur Regierungsrat Dittchen ist verärgert, weil er bei der Beförderung wieder einmal „vergessen“ worden ist. So ertränkt er seinen Frust in Alkohol und kommt prompt am nächsten Morgen zu spät zum Dienst.

Wie er in der Nacht nach Hause gekommen ist, erfährt er von der Lebedame Tutti, die ihm die Schlüssel zurückbringt und dabei gleich weitere Bekanntschaften macht. Nun erhält Dittchen von seinem Vorgesetzten noch eine Lektion: Er hätte zu wenig Initiative. Als nacheinander die Landtagsabgeordnete Haubenschild als Sittenwächterin und eine Villenbesitzerin vom nahe gelegenen Baldeneysee Beschwerden führen über das neue Amüsierhotel „Zum Paradies“, will er durch energisches Eingreifen der zunehmenden Sittenlosigkeit Einhalt gebieten.

Sein Erfolg ist kolossal: Mit polizeilicher Hilfe gehen ihm alle Beamte seines Ministeriums ins Netz. Auch seine ehrgeizige Frau, die auf ihre Weise die Beförderung Dittchens erreichen will, wird schonungslos „aufgedeckt“.

Am Montag drauf finden sich alle nacheinander in Dittchens Büro ein und im Nu ist sein Bericht über die Zustände im „Paradies“ nur noch ein leerer Aktendeckel. Als sich dann im Amt der neue Ministerialdirektor Dr. Grimmeisen vorstellt, erleben die Wochenendkavaliere vollends ihr blaues Wunder...

 2009 - Lustfahrt ins Paradies

Schwank in 3 Akten / von Franz Arnold und Ernst Bach

WZ / 24.03.2009

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